Red Hat hat am 27. Oktober 2026 Ergebnisse einer Umfrage zu KI-Einsatz und KI-Risikomanagement veröffentlicht. Befragt wurden laut Pressemitteilung 1.400 CIOs in 14 Ländern, darunter Deutschland; durchgeführt hat die Umfrage Censuswide zwischen dem 24. August und dem 1. September 2026. Wie viele Befragte aus Deutschland stammen und wie groß ihre Unternehmen sind, nennt die Mitteilung nicht.
Die Ergebnisse für Deutschland
- 94 Prozent der befragten Unternehmen setzen KI-Agenten bereits im Produktivbetrieb ein.
- 80 Prozent der CIOs sind überzeugt, dass ihre KI-Agenten sicher arbeiten und regulatorische Vorgaben erfüllen.
- Nur 43 Prozent kennen die Datenflüsse im Unternehmen genau und wissen, wo Daten gespeichert und verarbeitet werden. 12 Prozent haben KI-Funktionen eingeführt, ohne die Datenflüsse genau zu verstehen.
- 38 Prozent haben einen vollständigen, aktuellen Überblick über ihre Open-Source-Komponenten samt Herkunft und indirekten Abhängigkeiten.
- 33 Prozent bewerten Risiken von KI-Anbietern im laufenden Betrieb kontinuierlich anhand messbarer Kriterien; 21 Prozent verlassen sich allein auf eine Prüfung vor der Einführung.
Die Zahlen sind Selbstauskünfte der Befragten. Red Hat ist selbst Anbieter von Software für den Betrieb von KI-Systemen.
Was das für den Mittelstand heißt
Die Umfrage ist nicht auf mittelständische Unternehmen beschränkt. Ihre Kernaussage lässt sich aber übertragen: Wer KI-Agenten an Dokumente, Postfächer oder Fachanwendungen anbindet, sollte vor dem Ausbau wissen, welche Daten an welche Dienste und Modelle fließen und wer das laufend überprüft. Red Hat empfiehlt in der Mitteilung, Monitoring und Governance einzurichten, bevor KI-Agenten skaliert werden.